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 MiG-21-Zwischenlandung auf dem Fliegerhorst Nörvenich 2019

Nachdem der Autor im Jahre 2008 eher zufällig von der Zwischenlandung der rumänischen MiG-21 in Erfurt erfahren hatte, herrschte bei ihm diesmal gespannte Erwartung seit bekanntgeworden war, daß rumänische MiG-21 LanceR am RIAT im britischen Fairford teilnehmen sollten. Da der direkte Weg von Rumänien auf die britische Insel über Deutschland führt, erschien es nur naheliegend, daß es wieder einen Zwischenstopp in hierzulande geben würde. Allerdings liefen alle Versuche, die genaue Route und vor allem die deutsche Zwischenstation in Erfahrung zu bringen, zunächst ins Leere. Und als dann der Tag der offenen Tür in Cāmpia Turzii am gleichen Wochenende auf der Agenda erschien, rückte die Sache in den Hintergrund - schließlich sind zehn fliegende MiG-21 einfach interessanter als ein oder zwei, zumal wenn sie nur landen und wieder starten. Die Dinge nahmen aber eine neue Wendung, als am Montag vor dem RIAT-Wochenende klar wurde, daß der der zeitgleiche Tag der offenen Tür nicht stattfinden würde. Jetzt galt es, doch noch herauszufinden, welchen Weg die MiGs nach England nehmen würden. Am Dienstagnachmittag dann die entscheidende Mitteilung aus Rumänien: "Stop on 18th and 22nd at Noervenich". Nun mußte alles ganz schnell gehen. Nach einigen Telefonaten und einem E-Mail-Austausch mit den zuständigen Stellen der Bundeswehr war klar, daß die Zeit bis zum Hinflug zu kurz war, um den notwendigen Zugang zu organisieren. Also sollte es der Rückflug werden. Nach einer kurzen Nacht und einer längeren Anfahrt stand der Autor am Morgen des 22. Juli schließlich vor den Toren des Fliegerhorsts Nörvenich, Heimatbasis des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 "Boelcke".

Da die Anreise störungsfrei verlief, stand die eingeplante Zeitreserve zur Verfügung, um sich vor dem offiziellen Termin ...

 

... unter die zahlreichen Zaungäste zu mischen und ein paar Eindrücke vom Flugbetrieb der heimischen Eurofighter zu gewinnen.

 

Eine ganze Anzahl von Maschinen rollte nacheinander auf die Bahn, ...

 

... formierte sich dort zum Start ...

 

... und hob erstaunlich leise ab.

 

Kaum waren die Eurofighter verschwunden, tauchte ein EC-135 der Bundespolizei auf.

 

Mit der Ankunft des Autors auf dem Fliegerhorst landeten auch die ersten Eurofighter wieder ...

 

... und rollten zurück an ihre Standplätze., ...

 

... darunter auch Doppelsitzer, die sämtlich solo geflogen wurden.

 

Kurz vor Mittag erschienen dann endlich die beiden LanceR ...

 

... und setzen - leider ohne vorherigen Überflug - sanft auf der Bahn auf.

 

Da das Begleitflugzeug deutlich langsamer als die MiGs unterwegs war, wurden die beiden Maschinen zunächst von örtlichem Personal betreut, das u.a. die Tornado-Leitern zur Verfügung stellte, ...

 

... über die Daniel "Motanu" Moise und ...

 

... Georghe "Gica" Stancu ihre Maschinen verlassen konnten.

 

Gleich im Anschluß wurden Erinnerungsfotos von Menschen ...

 

... und Material geschossen.

 

Während die Piloten ihre Borddokumente pflegten ...

 

... nutzten interessierte Bundeswehrangehörige die Gelegenheit, die Maschinen mit ...

 

... und ohne Kamera bis ins Detail zu inspizieren.

 

Mit dem Eintreffen der C-27J-Begleitmaschine ...

 

... wurde auf das übliche Bodengerät gewechselt ...

 

... und das technische Personal begann mit lokaler Unterstützung die Vorbereitung der LanceR für den Weiterflug.

 

Währenddessen nutzte die örtliche Flughafenfeuerwehr die Zwischenlandung, ...

 

... um sich mit der fremden Technik ...

 

... und ihrer Handhabung im Notfall vertraut zu machen.

 

Nach rund drei Stunden vor Ort ...

 

... starteten die beiden LanceR, ...

 

... gefolgt von der C-27 zu ihrem nächsten Zwischenstopp im tschechischen Pardubice, von wo aus sie am gleichen Tag sicher in die Heimat zurückkehrten.

 

Danach kehrte auf dem Platz wieder die Normalität ein, wozu auch auch Übungsflugbetrieb der Polizeiflieger aus Bonn-Hangelar gehört.

 

Beim Besuch in Nörvenich war auch Gelegenheit, die Militärgeschichtliche Sammlung des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 zu besichtigen.

 

Zu den Exponaten gehören Cockpitsektion ...

 

... und Katapultsitz des Tornados, mit dem das Geschwader zuvor ausgestattet war.

 

Von dessen Vorgänger Starfighter wiederum ist ebenfalls eine Cockpitsektion ...

 

... und die Kanone M-61 Vulcan ausgestellt.

 

Neben vielen anderen Sachzeugen ...

 

... gehört diverse Fliegerbekleidung zu den Exponaten der gelungenen Ausstellung.

Der Autor dankt Oberstabsfeldwebel Thomas Hohlbein für die freundliche und kompetente Betreuung vor Ort.